Lebenszeichen

Nach langem Warten und etlichen Laptop Problemen ist es nun wieder so weit…

ICH BIN WIEDER DA!!!

Ja ja, ich habe vieles nachzuholen und möchte euch alle auf den neusten Stand bringen über Südafrika, meine Arbeit und natürlich meine Erlebnisse.

Das beste zuerst: Der Urlaub über Weihnachten/Silvester war total erholsam und voller Eindrücke. Er gab uns allen neue Kraft und Inspirationen für das neue Jahr. Nicht nur dass ich viel von Südafrika sehen konnte – ich hatte viel mehr Zeit, die ich mit gleichaltrigen „Locals“ verbringen konnte als es sonst im Alltag üblich ist.

Vor allem in meiner letzten Woche der Ferien war ich fast jeden Tag mit einer anderen geselligen Truppe unterwegs gewesen. Sei es bei einer Hausfeier, einem Festival oder einfach nur den Sonnenuntergang beim Potchdamm betrachten.

Ich bemerke zudem mehr und  mehr, dass ich jetzt eher auf Leute zu gehe, sie frei heraus anspreche und in einen Diskurs über Gott und die Welt verwickle. Oder manchmal einfach nur mit ihnen tanze…

 

Mit dem neuen Jahr wurde viel in unserem Projekt Mosaic Potch umgestellt. Nicht nur zwei neue Mitarbeiter bekamen wir dazu, sondern auch einen neuen Manager. Wir haben diese herzlich aufgenommen und arbeiten bisher reibungslos miteinander. Aber mit diesen Umstellungen war auch der Abschied von lieb gewonnenen Menschen verbunden. Mosaic hat nicht nur seinen langjährigen Manager Minky Geel verabschiedet, sondern auch unsere Freundin und Mitarbeiterin Megan. Beide sind uns sehr ans Herz gewachsen und man merkt in Mosaic, dass etwas fehlt. Doch dies hält uns nicht davon ab, motiviert und mit Spaß nach vorne zu blicken und weiterhin einen guten Job zu machen.

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Dimakatso (neue Mitarbeiterin)
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Tombidswa (neue Mitarbeiterin)

Betrüblich und eine Belastung für uns und das Projekt ist, dass zwei der größten Spender abgesprungen sind und Insolvenz angemeldet haben. Darunter auch die Firma, welche den Familien Essen zu kommen ließ. Es fehlt vor allem an Geld für die Versorgung der Familien, den Swop Shop, welcher für die Kinder des Township Essen und Schulzeug anbietet sowie Outings oder kleinere Ausflüge (z. B. zum Pool). Wir überlegen noch, wie wir das Projekt unterstützen können, um wieder an regelmäßige Spenden zu kommen.

In der letzten Woche, die wir mit Megan in Potchefstroom verbracht haben, wollten wir so viel unternehmenm wie es nur ging: An den Pool fahren, im Café gemeinsam Kuchen essen und Kaffee trinken und an den Abenden in der Runde mit den anderen Freiwilligen quatschen und Gesellschaftsspiele spielen. Trotz eines traurigen Abschiedes haben wir uns geschworen, den Kontakt zu halten und uns alle paar Wochen zu treffen. Ich vermisse sie, vor allem da sie immer sehr strukturiert und gleichzeitig sehr offen war für neue Eindrücke und Ideen. Sie hat uns alles erklärt in Mosaic und war immer sehr geduldig.  Sie hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen und eine Lücke in Mosaic.

Erst vor kurzem hatten wir unser Zwischenseminar vom 13. – 17. Februar. Auf dieses freute ich mich sehr, besonders darauf, die Supervisor und die große Gruppe der anderen deutschen DSJW-Freiwilligen wiederzusehen. Ich finde, dass wir eine sehr entspannte Truppe sind, über alles reden und auch gerne und gut feiern können :-))

Wir tauschten uns über unsere Eindrücke, Erfahrungen und Entwicklungen aus, aber auch, wie wir persönlichen und kulturellen Konflikten begegnen können. Aber auch politische Problematiken und gesellschaftliche Konflikte wurden wieder aufgegriffen und diskutiert. Vor allem die anstehenden Provinz- und Nationalwahlen, die im Mai stattfinden sollen, waren ein wichtiges Thema in dem Seminar. Ich selbst fand es sehr hilfreich und bereichernd, sich selbst über die bisherigen sechs Monate zu reflektieren und sich Ziele für die weiteren sechs Monate zu setzen.

Sechs Monate sind es schon…?

Ehrlich: Bei mir sind diese sechs Monate wie im Flug vergangen. Natürlich habe ich oft an meine  Heimat gedacht und an Menschen, die ich liebe. Doch ich erlebe und erfahre hier so viel über mich und andere Menschen und Kulturen. Es ist eine vollkommen andere Mentalität, die man hier erlebt und selbst mitlebt. Man erlernt nicht nur die Adaption und Akzeptanz einer vollkommen anderen Kultur, sonder man erlernt, was es bedeutet, Mensch zu sein, sich Zeit zu nehmen und zu reflektieren. Auch wenn es bedeutet, dass man Schwächen erkennt, die man vorher eigentlich nicht wahrgenommen hat oder wahrnehmen wollte. Bisher verbinde ich nur Positives mit Südafrika.

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